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  Die Wildvogel - Pflegestelle Semd 2005

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 - Vogelpflege
  - Bericht 2005
Im Jahr 2005 nahm Frau Ehrhardt insgesamt 681 Vögel auf. Erschreckend war der große Anteil von Arten, für die Blattläuse als Nahrung bedeutsam ist: Wegen der starken Vermehrung der Blattläuse im Frühjahr setzten viele Hobbygärtner Gifte ein. Das hatte zur Folge, daß viele Jungvögel durch Gifteinwirkungen verwaisten oder mit Vergiftungserscheinungen eingeliefert wurden. Weitgehend hilflos mußte Frau Ehrhardt zusehen, wie die betroffenen Vögel an zentralnervösen Störungen und anderen Defekten eingingen.
Die Stimmung wurde auch nicht besser, als im Herbst die Außenvoliere wegen Baufälligkeit niedergelegt und ein Ersatz geschaffen werden mußte.
Einige Bilder aus dem Pflegejahr 2005:

Jungvögel mit Nerven-Schädigungen durch Gift (Verkrampfte Beine, Kopf in den Nacken gelegt). In diesem Stadium lebten die Vögel nicht mehr lange.


(Bild: Pirmin Ehrhardt)
Jungvögel mit zentralnerwösen Störungen
 

Girlitz, flugunfähig durch verkettete Federn. Bisher nur bei Schwalben beobachtet, bedarf dies einer genaueren Untersuchung.


Bild: Pirmin Ehrhardt)
Girlitz mit verklebten Federn

Nicht in der Zuständigkeit der Wildvogel-Pflegestelle und daher nur auf der "Durchreise": Ein ungewöhnlich heller Igel.


(Bild: Pirmin Ehrhardt)
Ein ungewöhnlich heller Igel

Ein seltener Gast der Pflegestelle


(Bild: Pirmin Ehrhardt)

Der Seidenschwanz
tritt nur jahresweise, dann aber oft invasionsartig auf. Im Winter 2004/05 war einer der stärksten je verzeichneten Einflüge - klar, daß da mancher der nordischen Vögel mit den hiesigen Verhältnissen nicht zurecht kam und in der Pflegestelle landete.
Seidenschwanz
 

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