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  Die Auffangstation für Greifvögel, Eulen und Fledermäuse
Langstadt 2021
 
Projekte
Wildtierpflege
- Langstadt
Bericht 2021
 
2021 waren es besonders die Fledermäuse, die eine Herausforderung an die pflegerischen Leistungen darstellten. Aber auch die Zahl der sonstigen Pfleglinge lag wieder über dem Durchschnitt der letzten Jahre, darunter auch ungewöhnliche Pfleglinge wie etwa eine Waldschnepfe.
Sperber nach Anprall. D. Diehl
Anprallopfer Sperber: Bewußtlos gelangte dieses Sperbermännchen nach einem Scheibenanflug in die Station. Nun steht es wieder. Aber das gesträubte Kehlgefieder zeigt, daß der Vogel noch nicht über dem Berg ist. Er muß mit großer Vorsicht behandelt werden.

(Bild: Dirk Diehl)
 
 
Renovierte Kammer. Dirk Diehl
Schöner Wohnen: Eine Instandsetzung und Erneuerung der Pflegeeinrichtung steht schon länger an. Nun konnte immerhin die Kammer instandgesetzt werden. Schadhafte Stellen wurden ausgebessert und ein abwaschbarer, aufhellender Anstrich - ergänzt durch Stellen mit aufgemaltem belaubten Astwerk - verbessert die Aufenthaltsqualität für die Pfleglinge. Gleichzeitig ist die Reinigung durch den Anstrich erleichtert. Es fehlt noch die Ergänzung des Volierenbestandes; die alte Vorliere steht an einem früheren Standort und ist baufällig. Sie soll demnächst durch eine teilbare Außenvoliere und eine Innenvoliere am jetzigen Standort der Auffangstation ersetzt werden.

(Bild: Dirk Diehl)
 
Junger Waldkauz. Bild: Dirk Diehl
Anschluß verloren: Der junge Waldkauz mußte nach einem Autoanprall einige Zeit in der Station verbleiben. In dieser Zeit zog seine Familie weiter, so daß zur Freilassung schließlich eine neue Familie mit Jungen im passenden Alter gefunden werden mußte.

(Bild: Dirk Diehl)
 
Langohr an Fliegen-Klebfalle. Dirk Diehl
Vom Regen in die Traufe: Vielleicht bei einer seiner ersten größeren Ausflüge geriet das Langohr-Jungtier in eine Wohnung, wo es zunächst von der Katze erwischt worden war, die dem Tier tiefe Flughaut-Einrisse beibrachte. Vermutlich bei der Flucht vor der Katze geriet das Tier an eine Klebfalle gegen Pilzmücken in einem Blumentopf und wurde so am nächsten Morgen von der Wohungsinhaberin gefunden. Sie war so klug, nicht an dem Tier herumzureißen, was oft weitere Verletzungen zur Folge hat, sondern sich sofort um eine versierte Person zu bemühen, die sich mit der nötigen Erfahrung um die Ablösung von der Klebfalle kümmert. Und sie hatte Herteller und Produkt der Klebfalle parat, so daß gleich mit dem richtigen Lösemittel herangegangen werden konnte.

(Bild: Dirk Diehl)
 
Mückenfledermäuse mit Kahlheit. Dirk Diehl
Das Wetter war schuld: In der Aufzuchtsperiode der Fledermäuse herrschten Diesjahr schwierige Verhältnisse. Die Mütter fanden nicht genug zu fressen und die Jungen kümmerten vor sich hin, so daß es bei vielen Tieren zu Entwicklungsstörungen kam, die nur schwer zu beheben waren. Wegen der großen Anzahl von Fundtieren waren die Auffangstationen für Fledermäuse an der Belastungsgrenze, was schließlich auch zum Ausfall einer Pflegerin führte. 70 (!) Pfleglinge mußten kurzfristig umverteilt werden, was der Langstädter Station 15 zusätzliche Pfleglinge einbrachte. Die Tiere auf dem Bild sind eigentlich flügge Mückenfledermäuse, doch sie haben fast kein Fell und schlecht entwickelte Muskulatur, so daß sie selbst im September noch nicht fit für die Freiheit waren.

(Bild: Dirk Diehl)
 
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