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  Die Wildvogel - Pflegestelle Semd 2012

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Auch 2012 gelangten über 800 Vögel in die Station und das Überlastungsproblem war weiterhin ungelöst. Auch konnte sich Frau Ehrhardt im Winter kaum erholen, da sie diesmal auch im Spätherbst und Winter durch pflegeintensive Fälle vom Urlaub abgehalten wurde.
Da auf Grund des Unfalls von Frau Ehrhardt Anfang 2013 kein umfangreicher Bericht wie sonst zu uns gelangte, hier nur zwei kommentierte Hinweise der Pflegepraxis:
Kohlmeise mit Luftsackverletzung

Auch scheinbar unverletzte Vögel, die einer Katze abgenommen werden, sollten zur Kontrolle zunächst beobachtet werden. Der zunächst völlig gesund wirkende Vogel (junge Kohlmeise) im Bild hatte nach wenigen Stunden die gezeigte Form angenommen. Mit ihrer Kralle hatte die Katze einen Luftsack, Bestandteil des Atemorgans, perforiert. Durch das Loch gelangte Luft unter die Haut, wo sie nicht entweichen kann. Der Vogel wird zunächst regelrecht aufgeblasen und bewegungungsunfähig, unbehandelt wird der Vogel sterben. Behandelt ist der Schaden eine Kleinigkeit.

(Bild Dirk Diehl)
 
 
Haussperling-Nestling
Auf den Rat eines Naturschutz-Aktivisten, der sich mit der telephonischen Empfehlung begnügte, den Vogel wieder zurückzusetzen, wollten die Finder diesen kleinen Kerls nicht hören. Er erschien ihnen doch ein wenig zu unfertig, als daß er schon draußen herumhüpfen wollte. Das war in diesem Fall die richtige Entscheidung, denn der Haussperlings-Nestling hätte draußen keine Chance gehabt. Der Fall erinnert daran, daß auch allgemein sinnvolle Ratschläge im Einzelfall falsch sein können und gemahnt die Ansprechpartner im Naturschutz an mehr Sorgfalt.

(Bild Dirk Diehl)
 
 

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