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  Die Auffangstation für Greifvögel, Eulen und Fledermäuse
Langstadt 2014

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  > Bericht 2014
Viel Arbeit machten 2014 die Fledermäuse. Nach zunächst hervorragendem Verlauf der Jungenaufzuchtperiode mit nur wenigen Waisenkindern grassierte dann eine Hautinfektion, deren Ursache nicht abschließend geklärt werden konnte. Dazu kam auch weiterhin die Aufnahme von Singvögeln, unter denen der USUTU-Virus seinen Blutzoll forderte. Einige Bilder von 2014:
Turmfalke mit Flügelprellung
Nach einem langen Versteckspiel an einer Straßenhecke gefangen: Nach einem Autoanprall flugunfähiges Turmfalken-Weibchen nutzte eine Hecke am Straßenrand, um sich dem Fang zu entziehen. Immer wieder hieß es Eintauchen in die Hecke, um den Vogel wiederzufinden, ohne ihn auf die Straße zu treiben. Glücklicherweise konnte der Vogel nicht nur gefangen, sondern auch nach dem Auskurieren seiner Verletzung wieder freigelassen werden.

(Bild: Dirk Diehl)
 
 
7 halbwaise Tumrfalkenküken
Mit dem Ausfall des Weibchens dieser Turmfalkenbrut war abzusehen, daß ohne Einschreiten die Jungen sterben würden. Also wurde die Brut geborgen, um sie anderen Eltern unterzuschieben. Leider gab es keine altersmäßig passenden Bruten, so daß wir uns für eine radikale Maßnahme entschieden: einem Paar wurden seine Jungen weggenommen und auf altersmäßig passende Bruten verteilt. Dafür bekamen das Paar die deutlich jüngeren Geschwister der fremden Brut komplett untergeschoben. Der Jungentausch klappte; die Jungfalken wurden wohl in allen Nestern flügge.

(Bild: Dirk Diehl)
 
Kernbeißer, immatur
Da die Singvogel-Pflegestelle auch 2014 noch krankheitsbedingt geschlossen bleiben mußte, wurden weiterhin regelmäßig Singvögel aufgenommen. Hier wird ein Exemplar des Kernbeißers, das gegen ein Fenster geflogen war, nach seiner Genesung freigelassen.

(Bild: Dirk Diehl)
 
Breitflügelfledermaus-Baby
Zunächst gab es nur wenige Fledermauspfleglinge. Dieses Breitflügelfledermaus-Jungtier war nur abgestürzt und konnte am Abend von seiner Mutter wieder übernommen und zurück ins Quartier gebracht werden.

(Bilder: Dirk Diehl)
 
Breitflügelfledermaus kranke Mutter mit Kind
Wohl als Folge der Sommerhitze und der damit einhergehenden schlechten Wasserqualität trafen dann plötzlich viele Fledermäuse mit Infektionen der Flughäute auf. Meist waren es gerade flügge Jungtiere, die erkrankt aufgefunden wurden und oft konnten die Tiere mittels antibiotischer Medikamente gerettet werden. Tragisch dieser Fall: Die infizierte Breitflügelfledermaus-Mutter infizierte auch ihren Säugling. Die Tiere wurden in einem fortgeschrittenen Infektionsstadium gefunden und konnten nicht gerettet werden.

(Bild: Dirk Diehl)
 
Ringeltaube Jungtier
Ein Ringeltauben-Küken ist selten in der Station. Tauben werden normalerweise auch nicht aufgenommen, aber Engpässe verhinderten die Weitergabe des Vogels in eine spezielle Station. Die Nester der Ringeltaube sind meist recht fragile Gebilde und es kommt nicht so selten vor, daß nach Stürmen Jungtauben abstürzen.

(Bild: Dirk Diehl)
 
 

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