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  Zum Thema: Unfallursachen von Wildtieren
 
 
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Wie kann man Risiken für die heimische Kleintierwelt verringern?
Die Verluste an Kleintieren werden von vielen als gegebene Tatsache hingenommen, obwohl manchmal Kleinigkeiten genügen, um Unfallquellen zu entschärfen. Hier werden Beispiele aufgeführt, die aus der Praxis von Wildtier-Pflegestellen wohlbekannt sind. Daneben erhalten Sie Vorschläge zur Beseitigung von Risiken. Jeder kann in seinem Lebensbereich dazu beitragen, das unnötige Sterben von Kleintieren zu verhindern.
Zur besseren Übersicht sind unsere Hinweise nach folgenden Bereichen gegliedert:
Vermeiden von Verkehrsopfern Gefahren durch Tierliebe und Haustiere mindern Vermeidung Gefahren im Garten Gefahren am Haus vermeiden Risiken bei Renovierung und Umbau minimieren
Ertrunkene Kohlmeise
Junge Kohlmeise, ertrunken in einer Regentonne. Eine "Kleinigkeit" führt alljährlich zu unnötigen Verlusten.

(Bild: Pirmin Ehrhardt, Semd)
 
Zum Thema
 - Pflegestation
 - Wildtierunfälle
 - Life Show
  Mord beim Autofahren oder einfach nur Pech?
Viele Wege werden mit dem Auto zurückgelegt. Da kommt es nicht selten vor, daß ein Tier die Straße überquert und vom Auto erfaßt wird. Auf Grund der hohen Geschwindigkeit der Fahrzeuge ist das wohl auch nicht völlig zu vermeiden. Es kann aber einiges dazu getan werden, die Verluste zu begrenzen:
- Bevor Sie sich ins Auto setzen, sollten Sie überlegen, ob für die geplante Strecke nicht ein umwelt- und kleintierfreundlicheres Fahrzeug geeignet ist und ggf. die Fahrzeugwahl ändern.
- Vorausschauendes, defensives Fahren birgt die Chance, eine Kollision zu vermeiden.
- Bei Regen - insbesondere im Frühjahr und im Herbst - Frösche und Kröten auf der Straße beachten. Auch zwischen den Reifenspuren sterben die Tiere durch die Verwirbelungen, wenn mit den üblichen Geschwindigkeiten über sie hinweg gefahren wird.
- Hecken und Waldränder unmittelbar an der Straße oder quer zur Straße verlaufende Gehölzreihen sind Stellen mit erhöhter Kollisionsgefahr für Vögel und Fledermäuse. Hier besonders vorsichtig fahren.
- Hat ein Wildtier gerade die Straße überquert oder hält sich direkt am Straßenrand auf, bremsbereit sein: es könnte umkehren bzw. den Straßenraum für seine Flucht nutzen.
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Von Katz und Maus und anderen Haustieren
 
Amsel von Katze erbeutet.
Es liegt in der Natur der Sache, daß räuberisch lebende Tiere andere Tiere fangen und verzehren. In der Natur ist das auch notwendig, aber für die Heimtiere ist das oft nur noch ein angeborener Zeitvertreib. Zahllose Vögel werden alljährlich von Katzen gefangen und später achtlos liegen gelassen. Auch Hunde werden vom Jagdfieber erfaßt und hetzen Rehe, graben Kaninchen aus oder ähnliches.
Katzenbeute Amsel.
(Bild: Pirmin Erhardt, Semd)
 
- Hunde lassen sich relativ gut erziehen. Man kann Ihnen also beibringen, sich - egal was passiert - nicht von seinem menschlichen Partner zu entfernen. Kann er das nicht, ist das Führen an der Leine erforderlich.
- Katzen sind selbstständig und man kann nur in Grenzen auf die Jagdtätigkeit Einfluß nehmen. Im allgemeinen sollte die Katze nicht zu gut gefüttert werden, damit sie nicht aus Langeweile "Herausforderungen" in Form von Vogelbeute sucht. In kritischen Phasen, z.B. wenn Jungvögel ausfliegen, muß tagsüber auch einmal Stubenarrest möglich sein.
- Niststätten von Vögeln oder Fledermäusen sind manchmal für die Haustiere erreichbar. In diesem Fall sollte nach einem Weg gesucht werden, wie dies verhindert werden kann oder wie der "Ansitz" verleidet werden kann.
- Tierliebe kann Tiere töten. Manchmal ist die Freude groß, wenn ein Vogel eine Brut begonnen hat - und regelmäßig wird nachgeschaut, was sich so tut. Abgesehen davon, daß manche Leute so oft nachschauen, daß es den Vögeln zu viel wird und sie die Brut aufgeben, zeigt der Mensch Beutegreifern durch seine Neugierde den Standort des Nestes. Ist der Platz erst einmal entdeckt, stehen die Chancen für die Vögel schlecht....
Also zurückhaltend und nur auf Distanz beobachten, nicht im Nest herumfühlen oder Nistkästen öffnen!
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Die grüne Oase des Kleingärtners hat Tücken
   
So manches im Garten ist üblich, aber gefährlich für die tierischen Mitbewohner. Das kann man ändern:
- Keine Biozidanwendung in Zier- und Nutzgarten. Unbelastete Nahrung und ein unbelastetes Umfeld ist nicht nur für Vögel besser.
- In Wassergefäßen ertrinken alljährlich große Mengen an Kleintieren! Bitte abdecken oder wenigstens ein von den Tieren erkletterbares Holz als Rettungsinsel einlegen.
- Gewächshäuser nicht mit Seitenwänden aus Klarglas herstellen - Vögel erkennen das Hindernis nicht und fliegen gegen die Scheibe!
- Leere Gefäße (Eimer, Blumentöpfe, Gießkannen, Vasen) umdrehen oder so aufstellen, daß hineingeratene Tiere aus eigener Kraft wieder herauskommen können.
- Kein Kunststoff-Bast oder zerfasernde Kordeln verwenden - Vögel benutzen sie zum Nestbau, wo sich die Jungen darin fesseln oder abschnüren.
Junghabicht, mit Stacheldraht im Fleisch.
- Stacheldraht "angelt" durchfliegende Vögel und Fledermäuse. Im Bild ein junger Habicht, der beim Durchfliegen eines Stacheldrahtzaunes hängen blieb.
Der Schwung des Vogels schleuderte ihn einmal um den Draht, sein Flügelmuskel wurde regelrecht aufgewickelt. Er mußte mitsamt dem Drahtstück zur Station gebracht werden. Im Herbst kommt ähnliches nicht selten bei Fledermäusen vor. Stacheldraht sollte grundsätzlich nicht benutzt werden.
Junghabicht mit Stacheldraht im Flügel
(Bild: Dirk Diehl)
 
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Wenn Ihr Heim für Kleintiere unheimlich ist
 
Was unsereins komfortabel und bequem empfindet, ist für andere Wesen manchmal tödlich. Was kann man tun, wenn an einem Gebäude ständig Kleintiere zu Tode kommen?
- Glasscheiben und -wände produzieren die Illusion der Barrierelosigkeit bei Durchblick oder durch Spiegelung. Vorhänge, Raster auf oder Streifen vor der Scheibe kennzeichnen das Glas als Hindernis.
- Gelegentlich fallen Kleinvögel in die Fallrohre von Dachentwässerungen, unerfahrene Fledermäuse glauben ein Versteck gefunden zu haben. Mündet das Rohr in einer Regentonne ohne Rettungsinsel, ertrinken die Tiere. Gibt es keinen Ausgang, gehen die Tiere im Rohr zugrunde. Hier können Schutzgitter Abhilfe schaffen.
- Rolladenkästen werden von manchen Arten als Wohnort aufgesucht. Die Quetschgefahr beim Betrieb des Rolladens ist groß. Wird die Nutzung eines Rolladens bemerkt, am besten auf den Betrieb des Rolladens verzichten.
- Wenn Türen oder Fenster hängen, können Spalten von mehr als einem Zentimeter entstehen. Leider gibt es Fledermäuse, die genau solche Spalten mögen und dann beim Öffnen der Türe verletzt werden. Solche Spalten also rechtzeitig abdichten.
- Dachfenster wirken als "Lichtfallen". Gelangen Tiere durch kleine Ritzen auf den Dachboden, finden sie den Ausgang nicht mehr, da der Lichteintritt am Dachfenster alles andere überstrahlt. Man kann das Dachfenster abdunkeln - oder im Frühjahr für die im Dach überwinternden Insekten möglichst oft öffnen.
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Wo gehobelt wird, fallen Späne - "Arbeitsunfälle" vermeiden
 
 
Wenn umgebaut oder repariert wird, kann man evtl. vorhandene "Tierfallen" am Gebäude beseitigen. Ein wenig Fingerspitzengefühl ist aber erforderlich, um nicht bei den Arbeiten Verletzte in der Tierwelt zu produzieren.
- Vor jeder Baumaßnahme sollte sichergestellt sein, daß der betroffene Bereich nicht von Tieren als Wohnstätte genutzt wird. Für die Arbeiten sind Zeiträume zu wählen, in denen die Bewohner nicht gestört werden bzw. ohnehin nicht anwesend sind.
 
- Bei allen Bemühungen, mögliche Bewohner festzustellen und auf sie einzugehen, wird doch der eine oder andere übersehen. Deshalb: Vorsicht bei Beseitigung von Verbretterungen und Verschalungen - dahinter sitzen nicht selten Fledermäuse, die dann verletzt werden können.
- Lebendig eingemauert? Vorsicht beim Verputzen oder bei der Isolation von Gebäuden. Mauerlöcher dienen Vögeln als Nistplatz und Fledermäusen als Zugang zu ihren Verstecken. Wenn die Öffnung nicht erhalten werden kann, bei Abwesenheit der Tiere verschließen und für Ersatz sorgen.
- Installationsschächte und -rohre sind gelegentlich Schlafplätze von Fledermäusen. Werden Kabel ausgetauscht oder neue eingeschoben, kann es zu schweren Verletzungen kommen.
- Kleber und Farbe muß trocknen. Das wissen Tiere leider nicht. Sie landen in den noch klebrigen Flächen und kleben dort fest. Das ruiniert nicht nur den Anstrich, sondern endet meist tödlich für die Tiere. Beim Lüften kann eine Schutzgaze vor geöffneten Fenstern das Meiste verhindern.
- Achtung Lösungsmitteldämpfe! Die Ausdünstungen aus Anstrichen und Verklebungen sind für Kleintiere oft lebensgefährlich. Stark ausgasende Werkstoffe sollten deshalb vermieden und zumindest auf die Anwendung bei Anwesenheit von Brutvögeln oder Fledermäusen verzichtet werden.
- Was für die Gartenbewirtschaftung gilt, gilt auch für den Holzschutz. Giftanwendungen - schon im eigenen Interesse - vermeiden und mit umweltfreundlichen Alternativen arbeiten.
Zur Seite Wildvogel-Pflegestelle Semd Zu unserem Förderprojekt Wildvogel-Pflegestelle Semd
Weitere Informationen, insbesondere zum Vorgehen beim Fund eines verunglückten Tieres und Kontakt-Adressen von Pflegestationen finden Sie für Igel bei www.pro-igel.de und bei www.wildvogelhilfe.de (Schaltfläche unten). Bei letztgenannter finden Sie nicht nur Vogelstationen. Wenn die von Ihnen gefundene Tierart nicht bei den aufgelisteten Stationen aufgeführt ist, wenden Sie sich an die nächstgelegene Station. Meist kann man Ihnen Stellen in der Nähe nennen, die sich mit der betreffenden Tierart befassen.
Zur Heimatseite www.wildvogelhilfe.de Zu den Seiten www.wildvogelhilfe.de.
Sie verlassen damit unsere Seiten! Da wir die dort aufgelisteten Stationen nicht im Einzelnen prüfen konnten, übernehmen wir keine Gewähr für die Erfüllung der von uns beschriebenen Qualitätskriterien für Pflegestellen.
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